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Porsche 914

Porsche 914
 

 - und wie alles anfing

Der Porsche 356 wurde durch den 911 abgelöst. Leider war für viele potentielle Porschekunden der Preis des neuen Modells zu hoch, eine Tatsache, die  auch der 912 mit 4 Zylindern nur teilweise  kompensieren konnte.

Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, suchte die Firma Porsche nach einem günstigen Einsteigermodell.

Die Lösung lag in der Zusammenarbeit mit der Fahrzeugschmiede VW. Die Firma Volkswagen suchte schon seit geraumer Zeit nach einem Sportwagenkonzept, da die beiden Karmann Ghia Varianten in die Jahre gekommen waren.

Der angestrebte günstige Einstiegspreis des gemeinsamen Sportwagens sollte durch den Griff in das VW-Regal erreicht werden. Das Know-how von Porsche sollte diese Teile dann zu einer perfekten Mischung zusammenfügen.

Das Konzept des 914 war das eines perfekten Sportwagen und basierte auf dem 356 Nr1 von 1947 mit Mittelmotor. Das absolut sachliche, schnörkellose und zeitlose Design entstammte dem Reißbrett von Heinrich Klien.

Da Cabrios in den 70ern als unsicher galten, wurde der 914 als Targa mit steifem Überrollbügel gebaut.

Wie Eingangs erwähnt mußte aus preislichen Gründen das ein oder andere Teil aus dem VW-Regal genommen werden. So auch der Motor - ein 1,7l Typ 4 Motor mit 80 PS, der vormals im VW 411/412 Verwendung fand. Dieser Motor zeichnete hatte ein gutes Drehmoment von unten raus und stand zudem als 4 Zylinder Boxer in direkter Verwandtschaft zu den Porsche-Motoren.

Mit ihm konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h  und eine Beschleunigung von 0-100 in 13 sec. erreicht werden.

Die teurere und imageträchtigere Motorisierung dagegen war ein 2l  6 Zylinder Boxer von Porsche mit 110 PS (201 Spitze, 0-100 km/h in 9,9 sec. ), der vormals im 911 T saß.

Da diese Variante sich aber nach ein paar Jahren als zu teuer erwies, wurde ein auf 2l und 100 PS vergrößerter Typ 4 Motor eingebaut. Die Fahrleistung dieses Motors waren nahezu identisch mit denen des 6-Zylinders.

Ab 1975 wandelte man das 1,7l - Aggregat zu einem 1,8l.

 

 

Auf Rennstrecken fühlte sich der 914 dank seinem Mittelmotorkonzept (Lastverteilung ca. 50/50) heimisch. Zudem wurde der 914/6 für die Rennstrecke mit einem Motor Typ 901/25  - 2l Hubraum, 220PS bei 8000U/min. ausgerüstet. Das Fahrwerk des VW-Porsche erlaubte sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten, hatte jedoch keine Vorwarnung vor dem plötzlichen ausbrechen.

 

Gebaut wurden vom 914 und 914/6, im Zeitrahmen von 1969-1975, ca. 120.000 Stück. Die Erwartung von 100.000 Stück wurde somit übertroffen. Der Verkauf einer solch hohen Stückzahl ermöglichte es Porsche das Händlernetz zu optimieren. Doch die Porschegemeinde wurde durch den 914 für immer gespalten. Für viele war der VW-Porsche mit zu vielen VW-Regalteilen gespickt.

Heute hat der Mittelmotor-Sportwagen es fast geschafft sein Negativ-Image abzulegen. Eine Trennung der Porsche 914 - Liebhaber findet aber dennoch zwischen 4-Zylinder-Fahrern und 914/6 Besitzern statt.

Preislich liegt der VW-Porsche noch weit unter den Preisen des 911 selben Baujahres. Für 10.000 DM bis 20.000 DM hat man die Möglichkeit einen gut erhaltenen oder restaurierten Sportwagen zu erwerben. Aufgrund der Anzahl der noch vorhandenen Exemplare wird der 914 in Zukunft eine gute Geldanlage sein.

1988 waren beim KBA noch 3771 Fahrzeuge gemeldet. Davon 200 der begehrten 6-Zylinder. Der Hauptbestand der Fahrzeuge dürfte aber immer noch in den USA zu finden sein.

 

 
 

 

 
 

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